Ganz Gesund Krank

Profitbefreite unabhängige Medizin

Lieber Seitenbesucher! *

*im gesamten Text spreche ich immer nur mit Dir und Dein Geschlecht ist mir nicht wichtig

Du besuchst eine Internetseite, die sich mit geistigem und körperlichen Leid sowie mit der Freude am Leben beschäftigt. Es gibt hier keine leichte Kost. Im günstigsten Fall können die Texte dieser Seite, Dein eigenes Leid für Dich zu einer leichteren Kost werden lassen. Du wirst in den Texten spüren, wie ich selbst darum ringe, im Leben klar zu sehen. Alles was Du hier liest, steht für mich vielleicht schon heute nicht mehr zur Debatte. Alles vergänglich. Vergebliche Wahrheitssuche als unumgängliche Konstante?

Eine zentrale Idee dieser Seite ist es, den sogenannten Freien Willen als krankmachende Illusion zu hinterfragen. Es wird komplex. Gibt es zwischen unserer Alltagserfahrung, nicht Herr im eigenen Haus zu sein ( Sigmund Freud ), und der Zumutung, eigenverantwortliche schuldfähige Individuen darzustellen, eine vermittelnde befriedende Idee?  Es gibt diese rettende Idee. (hier geht es direkt zur Sofort-Erleuchtung) Wenn Du Dich mithilfe dieser Seite von Leid befreien willst, wirst Du die Anstrengung kaum vermeiden können, in die Texte einzutauchen. Ich bemühe mich um klare Worte und hoffe auch zwischen den Zeilen einen Sound zu erzeugen, der Dich zu brauchbaren Erkenntnissen führt.

Ich bin Allgemeinmediziner und arbeite nicht im Hamsterrad, sondern daneben. Dort ist es ruhig. Dadurch habe ich die Chance, mit mir und den Patienten Erfahrungen zu sammeln, die im Hamsterrad der Wahrnehmung entgehen. Das Hamsterrad hat zum einen mit der Gewinnorientierung des Gesundheitswesens zu tun. Davon bin ich befreit. Ich habe mein Einkommen auf ein Mindestmaß reduziert und verzichte auf Überschüsse (Geschäftsmodell). Zum Anderen braucht es für das Leid im Hamsterrad jemanden, der sich über die Art seines Seins grundlegend irrt.  Worin besteht der Irrtum?

Natürlich findest Du hier auch meine Gedanken zu konkreten Gesundheitsproblemen. Es geht nicht um Wahrheiten, sondern um die Vielfalt der Perspektiven. Die in der Schulmedizin zum Beispiel als chronische Erkrankung bezeichnete Koronare Herzkrankheit, ist aus meiner Perspektive eine im Biografischen und mithin Geistigem begründet liegende Krise, die mit den Mitteln der modernen Medizin auf physikalisch-chemischen Wege unzureichend oder irrtümlich falsch behandelt wird. Es gibt Besseres für Dein Herz als einen Stent oder ein Statin. Lass Dich von meinem fröhlichen Nichtwissen inspirieren.

Ich halte es absolut mit der Leibnizidee: Wir haben das Beste aller möglichen Gesundheitssysteme. Und meine Empörung über dieses System steht dazu nur scheinbar im Widerspruch. Meine Empörung ist eben auch die Beste aller möglichen Empörungen, schon weil sie ja zu diesem Gesundheitssystem dazugehört.

Die Armen in Deutschland haben eine um zehn (10!) Jahre geringer Lebenserwartung als die Reichen. Das größte Gesundheitsrisiko ist die Armut. Als Ärzte würden wir effektiver arbeiten, wenn wir sowohl politisch als auch medizinisch arbeiteten. Das fängt mit dem persönlichen Verzicht auf Bereicherung an.

Diese Seite soll Dich nicht motivieren, meine Hilfe zu suchen. Bitte schau Dich erst hier um und versuche selber klarzukommen. Heilung ist immer Selbstheilung. Wenn es nicht gelingt, komme eben. Ich werde sagen, wenn es mir zu viel wird.

Oben in der Ideenwolke über der Alpenlandschaft findest Du Begriffe, die hinterlegt sind mit Gedanken, die sich aus meinen Wahrnehmungen speisen. Von allem, was ich hier sage, läßt sich aus anderer Perspektive ( zum Beispiel aus dem Hamsterrad heraus) wohl begründet das Gegenteil behaupten. Ist so (Rick).

Für Rückmeldungen per Mail oder Post bin ich dankbar. Ich danke Rainer Ostendorf für seine Erlaubnisse, hier einige seiner Akrylzeichnungen abbilden zu dürfen. (https://www.freidenker-galerie.de/)

Stefan Melzer

Aktuelles

CANNABIS_________ Laßt im deutschen Gesundheitswesen nie mehr den Joint ausgehen!

Die meisten von uns Ärzten haben täglich keinerlei Not, unseren Patienten hochpotente und oft nebenwirkungsreiche Medikamente für Schmerzen oder seelisch-geistiges Leid zu verordnen. Einige davon wirken für uns alle wahrnehmbar stark...

E-HEALTH! YEAH! Ja, na klar sehe ich, dass Sie am Sterben sind. Warten Sie, ja, gleich, der Server, ähh, sorry! Mist…Das ärgert mich jetzt aber.

Was denn noch alles? Wem nutzt die Digitalisierung? Warum entscheiden mehrheitlich privatversicherte Politiker für die mehrheitlich gesetzlich Versicherten eine Gesundheitsdatenvorratshaltung, die ebenfalls ausschließlich vom Versicherten bezahlt wird,...

WAHNSINN. Neue Normwerte für den Blutdruck ! 105/55 mmHg HANDELN SIE JETZT MIT HOCHDRUCK! Seien Sie herzlich gedrückt von Ihrer gelddruckenden hochgedrückten HOCHDRUCKLIGA …

Die Amerikaner wieder. Die Cholesterin- Blutdruck-Blutzucker-usw.-Normwerte fallen vermutlich immer streng korreliert mit irgendwelchen Pharmaaktienkursen. Bitte mal statistisch aufarbeiten liebe Kollegen vom Roberto Kocht Kurs. Bitte schaut Euch bei all...

NOAK: Jetzt ist schon wieder einer gestorben (Josef Hader)

Ja die neuen Antikoagulanzien (Blutverdünner). Sackteuer ohne ihre Überlegenheit gegen die bewährten Präparate (Falithrom) bewiesen zu haben, überschwemmen sie den Markt und lassen Blut fließen. Ein großes Lob an die Marketingabteilungen der...

Strategie

Unabhängig – profitbefreit – solidarisch

  – profitbefreit –    Wir leben in einer marktwirtschaftlich organisierten Gesellschaft. Auch unser Gesundheitswesen ist dem Gesetz der Profitmaximierung unterworfen. Die Akteure (Ärzte, Apotheker, Pharmabranche, Krankenkassen usw.) verdienen an dem Bedürfnis Aller nach Gesundheit. Aus dem Gemeinwesen mehr Geld herauszuziehen, als es für meine materiellen Bedürfnisse des Alltags notwendig ist, ist gegenüber der Gemeinschaft unfair. Es verstärkt unmittelbar die Spaltung in Arm und Reich und untergräbt damit den sozialen Frieden. Es gilt das Gesetz: Wenn das, was für den Einzelnen gut ist, der Gemeinschaft schadet, ist es auch für den Einzelnen nicht gut. Unter der Idee der Einkommensmaximierung wird die Realität von den Akteuren im Gesundheitswesen verzerrt wahrgenommen (es wird zum Beispiel tendenziell die Hilfe über- und die Selbsthilfe unterbewertet). Ich habe seit einigen Jahren meine eigene Verwicklung in das System beobachtet und  beschlossen, die Idee der Profitorientierung radikal fallen zu lassen. Auf alles, was keinen erkennbaren Nutzen für den Patienten hatte, verzichtete ich. Also keine IGeL-Angebote, keine Teilnahme an DMP und Hausarztprogrammen. Keine Abrechnungsoptimierung. keine manipulative Patientenbindung (Kontrolle in einem Jahr…), keine wissenschaftlich fragwürdigen Angebote (Check-Up, Krebsfrüherkennung, Impfungen), die den Patienten zum potentiell Kranken erklären. Trotz dieser Strategie, mit der mein monatliches Nettoeinkommen von ehemals 5000 Euro auf zuletzt 3000 Euro zurückgegangen war, verdiente ich mehr, als ich ausgab. Da ich aus den oben genannten Gründen meinen eigenen Reichtum nicht mehren möchte, verschenke  oder verleihe ich zinslos den Überschuß der Praxis an Gemeinwohlprojekte (Landwirtschaft; Medien; Kleingewerbe). Profit to society.  Mißverstehe dies bitte nicht als moralisches Bestreben. Es geht mir um Einsicht in gesellschaftliche Zusammenhänge. Kollegen, die weiter profitorientiert arbeiten, haben mein volles Verständnis. Ich habe noch vor einigen Jahren kritiklos viel Knete eingestrichen. War halt so (Rick)  

Konsequenterweise fühlte ich mich in einem letzten Schritt ermuntert, die Praxis im staatlichen Gesundheitswesen mit der Kassenzulassung aufzugeben.

– unabhängig –  Ja, es gibt sowohl im real physischen als auch metaphysischen Sinn keine Unabhängigkeit. Und doch: Ich empfange keine Pharmavertreter und gehe zu keinen pharmagesponsorten Weiterbildungen. Ich arbeite nicht exklusiv mit einem Krankenhaus oder Facharzt zusammen. Die größte Unabhängigkeit empfinde hinsichtlich des Profitverzichtes. Zudem versuche ich in einem stetigen Prozeß die Abhängigkeit zu reflektieren, die die Eitelkeit meines Berufsbildes mit sich bringt  (ich bin allwissend, hilfsbereit, fehlerfrei und gut;  ich will gebraucht, geliebt und bewundert werden). Da ich nicht an der Praxis klebe, fühle ich mich auch nicht der Existenz der Praxis verpflichtet. Dies garantiert Dir ein großes Maß an angstfreier Echtheit von meiner Seite.

– solidarisch – In Deutschland leben bis zu einer Million nicht Krankenversicherte und viele nicht amtlich gemeldete Menschen. Nichtversicherte und Nichtgemeldete ebenso wie Obdachlose werden von mir kostenlos und auf Wunsch anonym behandelt. Privatversicherte werde bei mir nicht abgezockt. Sie werden bei mir behandelt, als wären sie ein Mensch und ihre Versicherung kein Geldesel.

Praxisausstieg

Nach über 20 Jahren ärztlicher Tätigkeit werde ich am 30. Juni 2019 meine Kassenzulassung abgeben und dem staatlichen Gesundheitswesen nicht mehr zur Verfügung stehen. Wenn Ihr meine Seiten hier studiert, werdet Ihr eine Ahnung davon bekommen, wo die Gründe dafür liegen. Ich gehe diesen Schritt eher intuitiv. Verstandesmäßig hält keines der Argumente, die Hausarztpraxis aufzugeben, einer Überprüfung stand. Alles was ich hier dennoch versuchsweise anführe, sind Rechtfertigung eines dualen Verstandes. Nehmt folgendes als Ideensammlung:

 

  • alle Kollegen, die weiter in diesem Gesundheitswesen Dienst tun, haben mein volles Verständnis und meinen Respekt. Mein Ausstieg ist ein individueller Weg vor dem Hintergrund meiner persönlichen Erfahrung
  • Wenn ich 50 Patienten anbiete, die Hintergründe mit Pro und Contra für die Grippeimpfung zu erklären, zeigen etwa 1 bis 2 von den 50 Interesse an diesem Thema. Der Rest will eine Spritze, weil es so in der Zeitung steht. Deren Desinteresse ist ab sofort nicht mehr mein Problem.
  • Unsere Struktur des Gesundheitssystems schafft und stabilisiert die irrige Idee eines hilflosen Patienten und eines kompetenten Helfers. Mein Ringen, den vermeintlich Hilfsbedürftigen ihre eigenverantwortliche Kompetenz zur Selbsthilfe aufzuzeigen, verstößt gegen unsere moralisch unhinterfragbare Kultur des Helfens. Doch jeder kann es beobachten: Helfen macht hilflos.
  • Krankheit und Gesundheit sind ebenso gesellschaftliche Konstrukte. Der primäre und sekundäre Krankheitsgewinn hat in unserer Gesellschaft ein Maß angenommen, dass Heilen und erst recht Selbstheilen von großen Teilen der Patienten bewußt und  unbewußt abgelehnt wird. Gewollt ist statt dessen eine verwaltbare dauerhaft Erkrankung auf Kosten der Gesellschaft (Hypertonus;Diabetes) – siehe dazu den Kommentar zu einer Patientenkritik auf dem Arztbewertungsportal JAMEDA Referenzen
  • die marktwirtschaftliche Ausrichtung des Gesundheitsmarktes schafft ein undurchschaubares Interessengewirr, in dem ich mich selbst verliere, solange ich darin meine Existenz habe.
  • die Patienten werden durch den unkritischen Konsum der Massenmedien angehalten, die unsinnigsten Diagnostiken und Therapien einzufordern. Ich hielt es lange Zeit für meine Aufgabe, die Menschen aufzuklären. Tatsächlich darf aber jeder erwachsene Mensch von sich aus das  Radio, das Fernsehen, die Zeitung oder den Rechner meiden. Ich sehe meine Kraft überfordert, erwachsenen Menschen zigfach täglich zu sagen, sie sollen nicht Alles glauben, was die Werbung sagt. Ich bin gefordert, meiner eigenen Verdummung entgegenzuwirken. Deiner Manipulation durch Medien kann und will ich nichts entgegensetzen.
  • Einige Patienten werden glauben, meinen Rat künftig zu vermissen. Menschen jedoch, die mich kennen, werden meinen Rat auch in Zukunft in ihrem Denken wiederfinden. Antibiose ja/nein;  Chemo ja/nein; OP ja/nein; Trennung vom Partner ja/nein; Impfung ja/nein; Tumormarker bestimmen ja/nein; Osteopathie ja/nein      nix davon könnte ich Euch gewiss beantworten. Die Beantwortung solcher Fragen als nachrangig für das Lebensglück zu begreifen – kein Ding draus machen – darum geht es mir. Natürlich habe ich Erfahrung und Kompetenz zu medizinischen Detailfragen und kenne nicht nur die schulmedizinischen Aspekte. Doch jeder muß seine eigenen Weg gehen und wird seine Fragen selbst beantworten.
  • In irgendeiner Form werde ich auch in Zukunft mit Rat zur Verfügung stehen
  • die Digitalisierung unsere Lebenswelt und nun auch meines Arbeitsplatzes Praxis empfinde ich als lebensfeindlich. Ich möchte nicht mehrere Stunden täglich auf einen Bildschirm schauen.

 

Kontakt

Dr. med. Stefan Melzer
Facharzt für Allgemeinmedizin

Telefon: 03643 – 500352
E-Mail: melzer.weimar@t-online.de